Lauftherapie Was ist das?

Wenn der Begriff "Lauftherapie" fällt, folgt verständlicher Weise sofort die Frage: was ist denn das? Laufen soll etwas mit Therapie zu tun haben? Wären wir vor Urzeiten Jäger geblieben, dann hätte die Lauftherapie wahrscheinlich keinen Ansatzpunkt, denn der Mensch ist ein Bewegungstier und zum Laufen geboren. Er ist im Vergleich zu Tieren nicht der schnellste, aber der ausdauernste Läufer. Heutzutage ist das Leben weit davon entfernt, tagelang ein Wild in die Enge zu treiben, um es dann zu erlegen. Unser Verhalten hat sich verändert, aber die biologische Grundlage ist geblieben. Der Bewegungsmangel hat aber ganzheitliche Folgen auf den Menschen.

Laufen zu mehr Wohlbefinden

Und hier setzt die Lauftherapie an. Körper, Geist und Seele gehören zusammen. Das Laufen erfasst die gesamte Person und ist, neben dem Gehen, die natürlichste Fortbewegungsform des Menschen. Warum sich nun ein Mensch verhältnismäßig wenig bewegt, erzählt seine Lebensgeschichte, die in der Therapie einbezogen wird. Wenn die körperliche Aktivität wieder zum Leben erweckt wird, zeigen wissenschaftliche Studien, dass dies nicht nur positive Effekte auf den Körper, sondern auch auf die Psyche hat, Symptome lindern kann und zu mehr Wohlbefinden beiträgt. Das Deutsche Lauftherapiezentrum definiert den Begriff der Lauftherapie wie folgt: "Die Lauftherapie ist ein ganzheitlicher, unspezifischer Weg zur Prophylaxe und Behandlung von Beeinträchtigungen im physischen und psychischen Bereich." (1993)

Sanfte Vorgehensweise

Personen, die sich in Krisen befinden oder körperlich nicht mehr ganz fit sind, bedürfen eines individuellen, störungsspezifischen Vorgehens. In einem rhythmischen Wechsel zwischen Laufen und Gehen wird eine sanfte Herangehensweise an das langsame Laufen vollzogen. Das Tempo und die Fortschritte werden an die Person angepasst. Ziel ist es, das Laufen langfristig in das Leben zu integrieren, um von ihm zu profitieren. Laufen verändert, wir laufen Ihre Veränderungen. Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Lauftherapie ersetzt weder eine Psychotherapie noch den Hausarzt. In manchen Fällen hilft die Lauftherapie allein. Meist macht ein Zusammenwirken Sinn. Wichtig ist, dass Sie sich besser fühlen.