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Faszientraining mit der Blackroll

Kurz und knapp – das mit der Blackroll

Faszien und deren Auswirkungen auf die physische Befindlichkeit des Menschen sind ein Thema dieser Zeit. Den einen interessiert es intensiv, der ist mit den wissenschaftlichen Abhandlungen - beispielsweise eines Robert Schleips - bestens versorgt, der andere wiederum möchte einen kurzen Überblick bekommen, dann aber vor allen Dingen Praxisbeispiele erhalten. Der Band „Faszienbehandlung mit der Blackroll“ von Christoph Lukas bietet auf seinen 68 Seiten Informationen in komprimierter Form, sowohl theoretisch als auch praxisbezogen.

Der Autor ist Facharzt für Orthopädie, Sportmediziner und betreut Mannschaften im Basketball auf 1. Bundesliga-Niveau. Das spiegelt sich auch in seinem Werk wider. Die Theorie ist von seinem Fachwissen geprägt, allerdings sehe ich Schwächen im didaktischen Aufbau. Der sprachliche Duktus wendet sich eher an den „normalen“ Trainer bzw. Übungsleiter, die verwendeten Fachbegriffe an Mediziner oder Sportwissenschaftler bzw. diejenigen, die sich theoretisch im Sport auskennen. Die erste Leserschaft benötigt zuweilen eine genauere Einordnung und Beschreibung der Fachtermini, das setzt der Autor voraus. Er reiht viele Informationen im Schnelltempo aneinander. Die zweite Leserschaft kann den Text im Vorbeifliegen aufnehmen, es fehlt die Tiefe.

Der anschließende Praxisteil besteht aus jeweils zwei Fotos pro Übung, einer Überschrift, die die angesprochene Muskulatur benennt und einer Bildunterschrift, die kurze, wichtige Kommentare zu den Übungen gibt. Genau hier liegt meines Erachtens der Gewinn dieses Buches. Der Leser kann sich sehr schnell orientieren, es ist anschaulich, gut strukturiert und er erhält eine vielseitige Übungssammlung. Genau das, was für ein Faszientraining mit der Blackroll benötigt wird.

Lukas, Christoph (2012). Die Faszienbehandlung mit der Blackroll. BoK - Books on Demand.

ISBN 978-3-84-481676-1

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